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Der deutsche Autor Simon1 analysierte Hidden Champions im deutschsprachigen Raum. Eine seiner Lehren ist, dass Hidden Champions innovativ sind, kontinuierlich Verbesserungen durchführen und von Zeit zu Zeit auch bahnbrechende Innovationen. Alle Innovatoren folgen ihrer Vision und Unternehmensphilosophie, welche über Generationen hinweg Bestand haben. Liker berichtet über dieselbe Vorgehensweise bei Toyota, Collins2 fand ähnliche Ergebnisse bei großen Firmen.
Hidden Champions haben eine Strategie entwickelt, die zu ihrer Vision führt. Sie konzentrieren sich auf ihre individuellen Stärken, auf das, was sie besser als ihr Wettbewerb können. Sie nutzen diese Stärken, um die drängendsten Probleme ihrer Kunden zu lösen und diese bei deren vorrangigsten Entwicklungsprogrammen zu unterstützen. Mewes hat analysiert, warum manche Menschen erfolgreich sind und andere nicht. Aus seinen Ergebnissen entwickelte er die evolutionskonforme Strategie EKS, welche in Übereinstimmung mit den Resultaten der oben erwähnten Autoren ist. Mewes Strategie lehrt uns, uns auf die Lösung von Engpässen sowohl bei unserer Zielgruppe als auch in unserem eigenen Unternehmen zu konzentrieren. Sie kann mit relativ wenig Aufwand umgesetzt werden, auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen.
In wirtschaftlich schlechten Zeiten ist es besonders wichtig, die Strategie beharrlich zu verfolgen und seine Hausaufgaben besonders gut zu machen. Auf der anderen Seite wird Flexibilität verlangt, bei den Arbeitszeiten, Einsatzorten von Mitarbeitern, u.ä.
In wirtschaftlich schlechten Zeiten und besonders in der Krise kommen insbesondere diejenigen in Schwierigkeiten, welche Veränderungen in ihrer Umgebung nicht wahrgenommen haben. Solche Veränderungen können sowohl technologischer Natur sein als auch Kundenpläne und deren Verhalten betreffen oder durch Gesetze und politische Maßnahmen ausgelöst werden. Die aktuelle wirtschaftliche Situation kann uns einen Anstoß für Zukunftsmanagement geben. Die Zukunft ist nicht vorhersehbar, aber sie wird von uns allen mitgestaltet, bewusst oder unbewusst. Warum sollten wir nicht jetzt Chancen und Risiken mit Hilfe von Zukunftsmanagement analysieren? Micic entwickelte sein "Eltviller Modell"4 zu diesem Zweck. Es beginnt mit dem Zukunftsradar und schafft die Basis, auf der existierende Visionen und Strategien angepasst werden oder neue Strategien und konkrete Projekte entwickelt werden können.
Zukunftsmanagement in Kombination mit der Konzentration auf die eigenen Stärken und die besonderen Bedürfnisse unserer Zielgruppe ist ein hilfreicher Schritt, um unsere Pläne und Maßnahmen zu optimieren, um unbeschadet durch die Rezession zu kommen und uns auf den Start von Projekten in besseren Zeiten vorzubereiten. Ökonomen und Politiker stimmen darin überein, dass die aktuelle, weltweite Krise unsere Welt und unser Geschäftsleben verändern wird. Blicken wir in diesem Zusammenhang auf die Natur. Wir können von der Natur lernen. Der englische Naturforscher Darwin erkannte und demonstrierte schon im neunzehnten Jahrhundert, dass sich alle Lebewesen über die Zeit aus gemeinsamen Vorfahren durch Selektion oder Evolution entwickelt haben, getrieben von einer sich verändernden Umwelt. Seine anerkannte Theorie wurde von Mewes3 auf Geschäftsstrategien übertragen. Wir müssen uns sich ständig verändernden Umweltbedingungen anpassen. Die geschäftliche Umwelt sind Kunden, Mitarbeiter, Märkte, Politik und Technologien. Es gibt nur einen Weg zum Überleben: kontinuierliche Innovation.
1H. Simon: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts, Frankfurt 2007
2Jim Collins: Good to Great, New York 2001
3Wolfgang Mewes: Success Through Strategy
3Wolfgang Mewes: From Linear to Cybernetic Thinking
4Pero Micic: Die fünf Zukunftsbrillen, Offenbach 2007
The opinions expressed in this article are those of the author only and do not represent the views of the Techman/Kanata or of any of its directors, officers or employees. The author, Angelika Kold-Telieps, can be reached at kolb-telieps@k-t-innovation.de
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© 2008, Angelika Kolb-Telieps
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